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Herman Wirths Rassenkunde und vorgeschichtliche Völkerwanderungen

Urnordische Rasse

Die Ausführungen über Rassen z.B. in Der Aufgang der Menschheit (12) entsprachen etwa dem Stand der jungen wissenschaftlichen Erkenntnisse in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und der ihr damals allgemein beigemessenen Bedeutung. Neu war hier allerdings seine Hypothese von einer nordischen Urrasse, die sich im (später vereisten) Polargebiet entwickelt haben müsse, um sich danach mit anderen Rassen zur heutigen ‚nordischen Rasse‘ zu vermischen.

Wirth schrieb: „Bei der Annahme der Entstehung der urnordischen Rasse im heutigen Arktisgebiet, wie sie vom Verfasser in dieser Untersuchung vertreten wird, würde sich sowohl das Erscheinen der Langschädeligkeit bei gewissen heutigen circum-arktischen Völkern erklären, welche sonst durchweg kurzschädelig sind, als auch gewisse rassische Verwandschaftsmerkmale mit der altsteinzeitlichen Aurignacrasse, welche ... von Südengland ... während des Diluviums durch Mitteleuropa (Brünn) sich bis Südrußland erstreckte.

Mixovariationen

Demnach könnte die Aurignacrasse als Mixovariation der nordischen Rasse betrachtet werden, ebenso wie die Cro-Magnon-Rasse.“ (13) „Die Herleitung der nordischen Rasse aus der Cro-Magnon-Rasse in nacheiszeitlicher Zeit ist eine Unmöglichkeit. Ganz abgesehen davon, daß wir durch keine Funde irgendwo zu dieser Annahme berechtigt sind, - auch die Zeitspanne ist für diese Entstehung, wie oben bereits betont wurde, viel zu kurz. Es ist biologisch unmöglich, daß sich in diesem naturgeschichtlich winzigen Zeitraum von wenigen tausend Jahren eine neue Rasse entwickeln könnte, wo jeder lebensgesetzliche Anlaß dazu fehlte. Denn die gewaltige Einwirkung der Eiszeit, welche im Laufe der Jahr-zehn- oder –hunderttausende eine Idiovariation durch die klimatische Umwälzung und die sonstige Umweltänderung (andere Ernährung, Lebensführung usw.) hervorrufen konnte, hörte dann gerade auf. Wenn nun die Cro-Magnon-Rasse verwandschaftliche Beziehung zur nordischen Rasse aufweist und in den Völkern nordischer Mischrasse erblich enthalten ist, so kann es sich bei diesem Typus mit dem unnordischen breiten, niedrigen Gesicht und den unnordischen breiten, niedrigen Augenhöhlen, doch nur wieder um eine Mixovariation der nordischen Rasse handeln. Der Cro-Magnon-Typus kann daher nur eine erblich gewordene Mischform darstellen. Ebenso weist aber der Cro-Magnon-Typus Beziehungen zur Aurignacrasse und vielleicht auch sogar zur Neandertalrasse auf.“(14) Wirth beschwor damit den Widerspruch nahezu aller Fachgelehrten herauf, - ebenso wie den der Nationalsozialisten und ihrer ideologischen Vordenker ...

Vorgeschichtliche Wanderungen

Wirth erklärte die Verbreitung der Symbole mit den vorgeschichtlichen Völkerwanderungen aus der Urheimat im Norden Europas. So schrieb er über die ‚Wanderungen‘: „ ... in den Ring (der anders- bzw. dunkelfarbigen Rassen rund um die Erde, d.Verf.)...ist die weiße Rasse in Europa von Norden nach Süden wie ein Keil, dessen Basis in Nordwesteuropa und dessen Spitze in Nordafrika liegt, hineingetrieben ..., die Ausbreitung der atlantisch-nordischen Rasse östlich über das europäische Festland, ins Mittelmeergebiet und nach Asien, erfolgt erst in der jüngeren Steinzeit.“ (15) An anderer Stelle erweiterte Wirth diese Wanderung in vorgeschichtlicher Zeit, wobei er zugleich seine im ‚Aufgang der Menschheit‘ dargelegten - damals (in den zwanziger Jahren) allgemein verbreiteten - rassekundlichen Überlegungen korrigiert. „Vor fast einem halben Jahrhundert unternahm ich als Erster den Versuch, die... geistes-urgeschichtliche Erschließung wieder zusammenzufassen...So entstand dieser noch sehr unvollständige, unvollkommene Versuch ‚Der Aufgang der Menschheit‘ (1928), der als erste Auflage - mir unter der Feder weg - gedruckt wurde, ohne Überarbeitungsmöglichkeit ...“

Serologische Forschungen

„Neu war es auch, die Ergebnisse der damals noch in den Anfängen sich befindlichen serologischen Forschung für die Frage Rasse und Geisteskultur heranzuziehen, was ich hier (damals, d. Verf.) ebenfalls als Erster unternommen habe... Wenn wir jetzt an Hand der Karte von RAYMOND A. DART diese neuzeitlichen Ergebnisse der Blutgruppenforschung (Unterstreichung vom Verf.)... betrachten, so sehen wir, wie aus jenem atlantischen und Nord- und Ostseeraum Europas ein Blutgruppenstrom mit hohem Prozentsatz A – das high A in Darts Karte – vom Westen nach Osten verläuft. Die Blutgruppe A ist die Hauptblutgruppe der nordisch-europiden Rasse. Diese West-Ost-Drift des hoch A-Blutgruppenstromes läßt sich durch Sibirien nach dem fernen Osten verfolgen, über die Beringstraße dann weiter durch Arktisch-Nordamerika bis Grönland. In Nordchina verebbt diese aurignacoide Welle dann in der jüngeren Steinzeit.“ (16) So fand Wirth auch die Ausbreitung der Symbole bestätigt mit ihrer im Norden geprägten Bedeutung und damit ihrer Hochkultur, die von den Menschen, trotz der Zunahme von Entfernung und Zeitabstand vom Ursprung, noch erstaunlich lange bewahrt wurden. „Anthropologisch läßt sich an Hand der Grabungsfunde (Schädel, Skelette) dieser West-Ost-Strom als cromagnid bestimmen“ berichtete Wirth.

Sowjetrussischen Ausgrabungen

„Die sowjetrussischen Ausgrabungen im westsibirischen Raum haben ergeben, daß das anthropologische Fundmaterial von Altai und Minussinsk – die sogenannte Afanas’evo-Kultur (um 2000 v.Ztr.) noch ausgesprochen europid ist und zwar eng verwandt mit dem jungpaläolithischen Cromagnontyp von Westeuropa, ohne mongoloide Beimischung...Erst im 7. bis 9. Jahrhundert n.Ztr. wird der mongoloide Typ in den Steppen von Westsibirien vorherrschend....Was nun Sibirien für uns von so großer Bedeutung macht als Quelle für die Erschließung der geistigen Urkultur der europiden Rasse und ihrer Ausdehnung durch den nordeurasiatischen Raum – das ist die Einmaligkeit einer Dauerüberlieferung, einer Kontinuität, die von der letzten Eiszeit, dem Aurignacium bis zum 19. Jahrhundert über mehr als 20 000 Jahre hinweg reicht.“ (17) Die Ausgrabungen von Gagarino und Kostjenki I brachten kleine Elfenbeingebilde der Göttlichen Mutter, wie sie nach einer Dauerüberlieferung von mehr als 15 000 Jahren wieder in den Häusern der jungsteinzeitlichen Tripolje-Kultur gefunden wurden. Die kleinen Elfenbeinkultbildchen der Göttlichen Mutter tragen das Symbol des ‚bestellten Feldes‘, des kreuzweis geteilten Hackbaubeetes in Verbindung mit dem überlieferten Zeichen  der friesischen Bauernhäuser. (18 )

Zweite europide Wanderung

Zu einem Urstrom der europiden Volksstammwanderung gesellte sich ein zweiter, jungsteinzeitlicher Strom, der bis nach Nordchina vordrang. Hier flossen beide „zu dem hohen Lied des S – Symbols zusammen, das Yang-Shao heißt.“ (z.B. Doppelspirale  auf Grabkeramik = 2500 – 1250 v.d.Ztr.) (19) Wirth fand auch in Susa und in der sumerischen Kultur Symbolverbindungen, die auf ihre Herkunft aus Nordeuropa weisen. Als Beispiel: das ‚Herz-Haupt‘ mit dem  = ‚Mutterzeichen‘ - wie in der kleinen Höhle der Externsteine so auch in Susa und Sumer (Kis oder Uruk-Warka). (20 )
Bei den Überlieferungen in Indien wie in den bei Wirth folgenden Darlegungen spielten die Übergänge von der Symbolik über die Exegese durch Mythen hin zu religiösen Vorstellungen eine bedeutende Rolle. Dabei entdeckte er eine Spur zu den heutigen vier Weltreligionen.

Quellen:
12) Herman Wirth „Aufgang der Menschheit“, Eugen Diederichs, Jena (1928) S.27 ff
13) Wie vor S. 30
14) Wie vor S. 33
15) Wie vor S. 87
16) Herman Wirth „Europäische Urreligion und die Externsteine“, Volkstum-Verlag Wien (1980) S. 44
17) Wie vor S. 45
18) Wie vor S. 46
19) Wie vor S. 50
20) Siehe wie vor S. 52