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Weltweite Forschungen Herman Wirths

Sibirien

Für seine Untersuchungen verwendete Herman Wirth Beispiele und Veröffentlichungen aus vielen Teilen Europas und der Welt (er beherrschte allein neun Sprachen, sogar im Alter lernte er noch Russisch, um neueste Veröffentlichungen aus Moskau im Original lesen zu können). (9) So fand Wirth „ ... Einzelheiten, die dem subarktischen, nordeurasiatischen, sibirischen Raum angehören und entsprechend auch in der Aurignac-Siedlung von Malta, Gouvernement Irkutsk, ... gefunden worden sind ...

Mähren

So sehen wir in der Siedlung von Mezin, am rechten Ufer der Desna, die gewissermaßen als Bindeglied zwischen den Siedlungen Malta und Predmost (Mähren) dem jüngeren Aurignacien oder dem Solutréen zuzuschreiben ist, das mäanderförmig stilisierte Hakenkreuz, ebenso wie das voll entwickelte Mäanderornament, auf offensichtlich gleichfalls kultischen Vogelfiguren, geschnitzt aus Mammutelfenbein. Die Ausführung zeigt ‚ein fast unbegreiflich hohes technisches Können teilweise schon in der Formgebung, vor allem in der feinen Glättung und in der unglaublich genauen, feinen Ausführung der schwierigen Muster‘ (Franz Hancar). Auch diese kultischen Vögel mit der ornamentalen Symbolik sind Geleitvögel ...

Ägäis

Es sollten zwei Jahrtausende und mehr vergehen, bis das Hakenkreuz und das mäanderförmige symbolische Ornament wieder im vorderasiatischen, ägäischen Raum erscheinen würden. Und es ist bezeichnend, daß es der mittel- und südeuropäische Raum ist, ... der das Symbolerbe der Aurignac-Magdalénien-Kultur, das S- Symbol, bewahrte... Sie bestätigt aber noch ein Weiteres: nämlich – daß die europide Aurignacrasse, die weiße Urrasse, der Urheber dieser Symbolik gewesen ist.“ (10)

Ursprung

Daraus ergab sich der einmalige Ursprung dieser Symbole in Nordeuropa. Eine parallele Entwicklung wurde von Wirth ausgeschlossen: „Für die Entstehung dieser ideographischen kosmischen Symbolik müssen wir jedoch einen einmaligen Ursprung annehmen, auf Grund der Tatsache des Formelgutes, der Symbolverbindungen (Unterstreichung: d.Verf.). Diese schließen ... Parallelen aus.

Amerika

So haben wir nach den Entlehnungen und Wanderungen zu suchen und zu forschen. Für das subarktische Amerika ist es zweifellos, daß die Aurignacjäger mit der Klingenkultur den Weg über die Beringstraße nach Alaska und Kanada südwärts weiter genommen haben, auch wenn wir heute (1955! d.Verf.) noch nicht in der Lage sind, den räumlichen und zeitlichen Verlauf dieser Einwanderung völlig klarzustellen ...

Nordafrika

Im ganzen mediterran-nordafrikanischen Raum fehlt während der Eiszeit des Abendlandes und Nordeurasiens die ideographische Symbolik. Das Capsien (Anm. des Verf‘s.: nach Cafsa, Südtunesien, Kulturstufe der Alt- und Mittelsteinzeit) ist symbolleer. Erst nacheiszeitlich dringt das Symbol allmählich, von Norden her, in den afrikanischen Raum ein.“ (11)

Quellen:
9) siehe z.B. HW. „Europäische Urreligion und die Externsteine“,Volkstum-Verlasg Wien (1980) S.41
10 und 11) HW. „Die symbolhistorische Methode“ in Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft, Münster (2/1955) S. 134 und 135 sowie S. 136